DevMode

Integration eines domänenspezifischen Sprachmodells im betrieblichen Beratungskontext

ein Projekt der ATI Küste GmbH

Die ATI Küste GmbH berät seit 1993 Unternehmen bei der Umsetzung von konkreten Entwicklungsprojekten und bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens. An unserem Standort in Rostock – mit Blick über die Warnow bis zur Ostsee – arbeiten Ingenieure und Naturwissenschaftler verschiedener Fachrichtungen bedarfsorientiert interdisziplinär zusammen. Damit können wir Ihnen neben dem Know-how aus über 30 Jahren Beratungstätigkeit eine große Bandbreite an technologischen und methodischen Spezialkenntnissen zur Verfügung stellen.

Unsere Kunden aus ganz Deutschland (und darüber hinaus) schätzen die Kompetenz und Erfahrung unserer Mitarbeiter, vor allem aber unsere individuelle Arbeitsweise, die ganz auf die konkrete Situation und die spezifische Problemstellung ihres Unternehmens ausgerichtet ist. Damit gelingt es unseren Kunden, Klippen und Untiefen auf dem Weg von der Idee zum profitablen Produkt zu umschiffen und die Chancen auf eine erfolgreiche Entwicklung deutlich zu verbessern.

Wer die Risiken und den zusätzlichen Aufwand für Entwicklungsprojekte auf sich nimmt, will seinem Unternehmen bessere Zukunftschancen ermöglichen. Entsprechend unterstützen wir Sie auch dabei, Ihr Unternehmen für zukünftige Herausforderungen fit zu machen. Die ATI Küste GmbH begleitet Sie auf diesem Weg, beispielsweise bei der Einführung oder Weiterentwicklung eines Qualitätsmanagementsystems, bei der Finanzierung strategischer Investitionen oder bei der Korrektur oder Neuausrichtung Ihres Kurses.

Das Unternehmen mit seinem Verbundpartner

Projektlaufzeit          01.08.2025 – 31.07.2026

Ansprechpartner      Herr Lothar Pätz
                                    Tel.: +49 381 12887-0

Webseite                    ati-kueste.de

Verbundpartner       BigDeepData
                                     Machine Learning und Sprachverarbeitung

 

 

 

Ausgangssituation & Handlungsbedarf

Derzeit betreut die ATI Küste jährlich bis zu 80 Projekte verschiedener Komplexitätsstufen für einen breiten Kundenstamm in Mecklenburg-Vorpommern. Die Erwartungshaltung von Kunden an ständige Erreichbarkeit kollidiert zunehmend mit den Prinzipien moderner Arbeitsorganisation. Eine interne Auswertung ergab, dass je Projekt durchschnittlich 15 Kundenanrufe mit einer Gesprächsdauer von rund 10 Minuten erfolgen; bei 80 Projekten pro Jahr ergibt dies rund 200 Stunden telefonischer Beratung. Um zusätzliche Kosten für Kunden zu vermeiden und gleichzeitig die eigene Fachkräftesituation zu entlasten, plant die ATI Küste daher die Einführung eines KI-basierten Assistenzsystems.

Zielsetzung ist die Einrichtung eines digitalen KI-Assistenten mit Sprachfunktion, der bei Bedarf als intelligente Rufumleitung für Mitarbeitende aktiviert werden kann, insbesondere in Zeiten hoher Auslastung oder während definierter Fokusphasen. Der Assistent soll in der Lage sein, eingehende Anrufe zu übernehmen und ein natürlich wirkendes, möglichst menschlich klingendes Gespräch zu führen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer flüssigen Dialogführung: Der Sprachassistent soll erkennen, wenn die anrufende Person spricht, eigene Aussagen unterbrechen und flexibel auf neue Gesprächsinhalte eingehen können. Ein zentrales Element des Systems ist eine analog dazu laufende Gesprächsprotokollierung. Alle Interaktionen zwischen dem Kunden und dem digitalen Assistenten sollen automatisch verschriftlicht und in strukturierter Form an das bestehende Projektmanagement-Plugin in Microsoft Teams übermittelt werden. Dabei erfolgt durch die KI eine inhaltliche Analyse des Gesprächs, um das Protokoll dem richtigen Projekt zuzuordnen. Dies gewährleistet, dass die zuständigen Mitarbeitenden auch bei Abwesenheit vollständig informiert sind und sich auf einen etwaigen Rückruf gezielt und zeitsparend vorbereiten können. Die intelligente Vorqualifizierung und automatische Dokumentation entlastet Fachkräfte, erhält die Kundenerreichbarkeit und fördert effiziente, digital unterstützte Arbeitsprozesse.

„Unser Anspruch ist, dass unsere Kunden auch in Spitzenzeiten einen kompetenten ersten Ansprechpartner erreichen, ohne dass unsere Beraterinnen und Berater wiederholt in konzentrierten Arbeitsphasen unterbrochen werden. Der KI-gestützte Sprachassistent nimmt Anliegen strukturiert auf, dokumentiert sie im passenden Projektkontext und ermöglicht dadurch gezielte Rückrufe mit Vorbereitung statt Ad-hoc-Unterbrechungen. So verbinden wir Erreichbarkeit, Effizienz und eine datenschutzkonforme Verarbeitung sensibler Informationen.“

- Lothar Pätz - ATI Küste GmbH

Integration eines domänenspezifischen Sprachmodells
Phasen, Aufgaben & Dauer
2Phasen
12Monate
Phasen & Aufgaben
Erprobung eines cloudbasierten Prototyps
  • Einrichtung eines cloudbasierten Sprachassistenz-Prototyp
  • Definition und Anpassung eines unternehmensspezifischen Stimm- und Dialogstils
  • Aufbau und Training einer strukturierten Wissensbasis (domänenspezifische Inhalte)
  • Definition von Zuständigkeiten, Grenzen und Eskalationslogik (Übergabe an Mitarbeitende)
  • Implementierung der Übergabe- und Protokollierungslogik (Microsoft Teams)
  • Durchführung von Testläufen, Evaluation und Optimierung
Migration auf eine lokal betriebene Open- Source-Lösung (Datenhoheit und Datenschutz)
  • Auswahl, Einrichtung und Integration lokal betreibbarer Komponenten
  • Überführung und Anpassung der Wissensbasis sowie der Assistenz- und Protokollierungslogik
  • Gemeinsames Feintuning und Training projektbezogener Klassifikationsmodelle
  • Entwicklung einer modularen, lokal betreibbaren Systemarchitektu
  • Testbetrieb, Optimierung und Übergabe in den Eigenbetrieb

Bisherige KI Erfahrungen im Unternehmen

Im Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren fundierte praktische Erfahrungen im produktiven Einsatz generativer KI gesammelt. Alle Mitarbeitenden wurden in der datenschutzkonformen Nutzung geschult, darüber hinaus wurden individuell angepasste, aufgabenspezifische LLM-Assistenzsysteme erstellt, genutzt und iterativ optimiert; dies umfasst sowohl die gezielte Auswahl und Parametrisierung unterschiedlicher Sprachmodellklassen als auch die Qualitätssteigerung durch strukturierte Prompts, Vorlagen und wiederverwendbare Workflows. Ergänzend bestehen Erfahrungen mit KI-gestützten Wissensmanagement-Anwendungen auf Basis von dokumentenorientierten Analyse- und Zusammenfassungssystemen zur schnellen Erschließung interner und externer Inhalte. Zudem wurden generative KI-Lösungen für Bildgenerierung, automatisierte Präsentationserstellung sowie die teilautomatisierte Erstellung und Zusammenstellung redaktioneller Inhalte (z. B. Newsletter) erprobt und eingesetzt, um Inhaltserstellung, Konsistenz und Durchlaufzeiten zu verbessern.